Hamburgs Elbphilharmonie – ein Gebäude der Superlative

2003 beschlossen, 2007 begonnen, 2016 fertiggestellt, im Januar 2017 eröffnet: Da steht sie nun, die Elbphilharmonie. An der westlichen Spitze der Elbinsel Grasbrook in der Hafencity ragt sie viele Meter über die Dächer Hamburgs heraus und setzt, prachtvoll beleuchtet oder nicht, ein Statement für sich. Hamburg hat nicht einfach eine Philharmonie an der Elbe gebaut. Nein, Hamburg hat ein neues Wahrzeichen errichtet.

Unter den Gästen der Elbphilharmonie sind solche, die zum ersten Mal kommen, nicht schwer auszumachen – steht Ihnen die Überraschung, das Erstaunen, die Begeisterung doch sofort ins Gesicht geschrieben. Vergessen sind die vielen Jahre Bauzeit, vergessen die hohen Kosten. Das Ambiente zieht mit seinem Zusammenspiel aus Licht, Farben und Formen und Materialien sämtliche Blicke auf sich, bis – ja, bis die ersten Klänge in einem der drei Konzertsäle ertönen. Spätestens mit der ersten gespielten Note verbinden sich Klang und Raum zu einem dreidimensionalen Erlebnis, welches den Zuschauer vollumfänglich einhüllt. Die einzigartige Akustik des großen Konzertsaals ist den Wänden geschuldet, die dank ihrer unverkennbaren Textur auch als „weiße Haut“ bekannt geworden sind, lange bevor die Elbphilharmonie eröffnete. Das wortwörtlich einmalige Muster aus Rillen und Vertiefungen in den gefrästen Gipsplaten streut den Schall in den Raum zurück und erreicht so die Zuhörer auf jedem einzelnen Platz. Interessant auch der Aufbau der Zuschauerränge: Nach dem „Weinberg“-Prinzip bauen sich die rund 2100 Sitzplätze rund um die mittig angesiedelte Bühne versetzt und nach oben hin auf. Trotzdem oder gerade deshalb ist kein Sitzplatz weiter als 30 Meter vom Dirigentenpult entfernt.

Zuschauerränge im großen Konzertsaal der Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie: Ein Gebäude wie kein zweites

Grundsätzlich verfügt die Elbphilharmonie über viel Platz: Auf rund 120.000m² Nutzfläche passen neben dem großen Konzertsaal noch ein kleiner Konzertsaal mit 500 Sitzplätzen, das Kaistudio mit 170 Sitzplätzen, die öffentliche Plaza, ein Hotel, 45 Luxuswohnungen sowie ein Parkhaus. Der große Konzertsaal ist als eigenständiger Baukörper schalltechnisch völlig vom Rest des Gebäudes entkoppelt. Als Unterbau der Elbphilharmonie dient der historische Kaispeicher, dessen rote Ziegel sich auch im Boden der Plaza in einer originalgetreuen Nachbildung wiederfinden. Charakteristisch ist auch der aus Glas, Stahl und Beton geformte Oberbau des Gebäudes: Die gläserne, gewellte Oberfläche reflektiert das umliegende Stadtbild aus Wasser, Gebäuden und Himmel immer wieder anders. Architekt Alexander Gérard hat es damit geschafft, der Hafencity und Hamburg selbst ein neues, markantes Wahrzeichen zu geben, welches ein Großteil der Hamburger als deutliche kulturelle sowie optische Aufwertung der Stadt auffasst.

Grundbau der Elbphilharmonie alter Kaispeicher

Musikalischer Genuss pur in der Elbphilharmonie

Die Strahlkraft der Elbphilharmonie reicht jedoch weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus: Sogar internationale Gäste finden regelmäßig ihren Weg in die Konzertsäle, was neben dem imposanten Aussehen selbstverständlich und in erster Linie am musikalischen Programm liegt. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter beweist in der Elbphilharmonie ein Händchen für die Auswahl der Interpreten. Die abwechslungsreiche Mischung aus klassischer Musik, anspruchsvollem Pop, Jazz, aus großen Stimmen und Künstlern, die noch weitestgehend unbekannt sind – sie sorgt für höchsten musikalischen Genuss bei den Zuhörern und zieht Publikum durch alle Altersstufen hinweg auf die Ränge. Regelmäßig steht auch das Residenzorchester des NDR auf der Bühne – Heimspiel sozusagen. Wer Tickets für die verschiedenen Vorstellungen ergattern möchte, muss jedoch blitzschnell sein: Oft sind die Plätze einer Spielzeit in der Elbphilharmonie in wenigen Minuten restlos ausverkauft.

Foyer der Elbphilharmonie mit gläsernen Wänden

Für Freunde und Gäste des Grand Elysée Hamburg gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer: Von Zeit zu Zeit stehen uns kleine Ticket-Kontingente zur Verfügung, die wir auf Nachfrage weitergeben. Wer also ohnehin einen kleinen Kurzurlaub in Hamburg plant, könnte Glück haben – fragen Sie uns einfach danach. Und sollte es mit den Tickets für das Konzert selbt einmal nicht klappen, bietet die „Elphi“ in Workshops, Hausführungen, Seminaren und Künstlergesprächen auch Einblicke in das Geschehen hinter den Kulissen: Sowohl Erwachsene als auch Kinder tauchen so in die Welt der Musik ein und lernen Instrumente und Räumlichkeiten, aber auch Hintergründe zu den Konzerten besser kennen. Ein Besuch in der Elbphilharmonie gehört damit zu den Dingen, die Sie sich in Hamburg keinesfalls entgehen lassen sollten. Wir wünschen viel Freude dabei!